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Dacia Striker: Der Kombi, der kein SUV werden wollte

17 juillet 2026 · 4 Min. Lesezeit
Dacia Striker: Der Kombi, der kein SUV werden wollte
© Dacia

Seit zwanzig Jahren wendet Dacia dieselbe Formel mit metronomischer Konstanz an: nehmen, was Familien wirklich brauchen, alles andere methodisch entfernen und einen Preis anzeigen, der die Köpfe zum Drehen bringt. Am 8. Juli 2026 präsentierte die Marke ein Modell, das die Logik einen Schritt weiter treibt – und das sich dabei traut, eine Karosserie zu verwirklichen, die fast jeder in den Schrank geräumt hatte. Der Striker ist weder ganz SUV noch ganz Limousine. Es ist ein Kombi. Ein erhöhter, eigenständiger Kombi, der auf das umkämpfteste Segment Europas abzielt.

Das Wetten auf das „Beste aus drei Welten"

Die Formel stammt von Dacia selbst: Der Striker soll „das Beste aus drei Welten" vereinen. Die aufrechte Haltung und die Geländetauglichkeit des SUV, die Ladefähigkeit und Praktikabilität des Kombis, die Effizienz und Balance einer Limousine. Auf dem Papier klingt das nach einem Kompromiss; in Wirklichkeit ist es vor allem eine Wette auf ein Segment, das die Hersteller zugunsten von SUVs weitgehend verlassen haben.

Die Proportionen verraten die Absicht gut. Der Striker ist 4,62 m lang und nur 1,53 m hoch, mit einem Radstand von 2,70 m. Er ist also länger als ein Bigster und bleibt dabei niedrig – etwa die Höhe eines klassischen Kompaktwagens. Diese gestreckte Silhouette dient zunächst der Aerodynamik: Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei 0,29, ein bemerkenswerter Wert für einen Kombi dieser Größe und ein direkter Verbündeter des Verbrauchs auf Straße und Autobahn.

Die Bodenfreiheit wurde nicht geopfert: 19 cm bei den Versionen mit Zweiradantrieb, 20 cm bei der Variante mit Allradantrieb. Genug, um einen Feldweg oder eine verschneite Straße ohne Anspannung anzugehen – die Dacia-Signatur seit dem ersten Duster.

Ein Kofferraum, der in einer anderen Liga spielt

Das ist das Hauptargument. Das Ladevolumen beträgt bis zu 600 Liter bei der klassischen Hybrid-Version, 580 Liter bei der Allradantrieb-Ausführung und etwa 550 Liter bei der Autogas-Variante, deren Tank etwas Platz wegnimmt. Zahlen, die den Striker auf die Ebene großer Kombis im C-Segment bringen, wo viele vergleichbar große SUVs wegen ihrer fliehenden Dachlinie deutlich niedriger ausfallen.

Drei Motorisierungen, kein Laden erforderlich

Unter der Motorhaube bleibt Dacia seiner pragmatischen Lesart des europäischen Marktes treu: ja zur Elektrifizierung, aber ohne Ladeverpflichtung. Die Flaggschiff-Motorisierung ist ein Vollhybrid mit 155 PS, der einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit Saugmotor (109 PS) mit zwei E-Maschinen und einer kleinen 1,4-kWh-Batterie verbindet. Der Hersteller verspricht bis zu 80 % der Stadtfahrten im 100 % elektrischen Modus – das klassische Versprechen des selbstladenden Hybrid, besonders sinnvoll bei kurzen innerstädtischen Fahrten.

Dann folgt ein 1,2-Turbo-Dreizylinder mit leichter 48V-Hybridisierung, verfügbar mit Benzin oder Autogas, mit 140 PS und Wahl zwischen Schalt- oder Sechtstufenautomatik. Schließlich komplettiert eine 150er Hybrid-Version mit Allradantrieb die Palette und bleibt der wildesten Ausstattung vorbehalten.

Vier Ausstattungen sind geplant: Essential, Expression, Journey und Extreme. Die Journey kümmert sich um lange Strecken (elektrischer Fahrersitz, beheizte Sitze und Lenkrad, elektische Heckklappe), während die Extreme den Outdoor-Einsatz mit Starkle-Schutzleisten, waschbarem Interieur und Gummimatten aus zu 50 % recyceltem Material annimmt. Zwei neue Farbtöne erscheinen: Frost Green und Cosmic Blue.

Unter 25.000 € und ein klares Ziel

Der Einstiegspreis wird unter der 25.000-€-Marke angekündigt, treu zum hausinternen Versprechen. Die Bestellungen sollen im Oktober 2026 in Deutschland starten, mit Markteinführung im Dezember – ein Zeitplan, der bestätigt, dass Mittel- und Nordeuropa zu den Prioritätszielen gehören, ebenso wie Frankreich, Italien oder Spanien.

Hinter diesem Launch steckt ein beziffertes Ziel: Dacia will seinen Anteil im C-Segment von 20 % bis 2030 auf 33 % steigern. Mit anderen Worten: eine lange Zeit mit kleinen Budgets verbundene Marke in einen unverzichtbaren Akteur bei Familienautos verwandeln. Der Striker mit seinem Kombi-Kofferraum und seinem Kompaktpreis ist dessen Speerspitze.

Bleibt abzuwarten, wie die Öffentlichkeit diese gegen den Strom laufende Silhouette aufnimmt. Eines ist sicher: auf diesem Preis- und Platzangebotsniveau hat der Anti-SUV ernsthafte Argumente.

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Quellen
  • https://media.dacia.com/nouveau-dacia-striker-le-meilleur-des-trois-mondes/?lang=fra
  • https://fr.motor1.com/news/800950/dacia-striker-toutes-infos-break-moins-25000-euros/
  • https://www.largus.fr/actualite-automobile/dacia-striker-2026-le-break-sureleve-qui-veut-frapper-fort-2214413.html
  • https://www.autoscout24.fr/informer/actualite/le-nouveau-dacia-striker-veut-jouer-sur-trois-tableaux-2026/
  • https://www.guide-auto.com/dacia-striker-2026-design-moteurs-prix-decouvrez-le-nouveau-crossover-de-dacia/
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