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Cupra Raval: Die katalanische Rebellin elektrisiert das Segment B

26 April 2026 · 4 Min. Lesezeit
Cupra Raval: Die katalanische Rebellin elektrisiert das Segment B

Ein Stadtflitzer ohne Angst vor nichts

Wenn Cupra einen Cityflitzer vorstellt, erwartet man Charakter. Mit dem Raval schlägt die spanische Marke noch härter zu: Hier kommt ihr erstes 100 % elektrisches Stadtauto, offiziell im April 2026 vorgestellt, und entwickelt, um Alpine A290, Renault 5 E-Tech und Peugeot e-208 herauszufordern. Mit 4,05 m Länge, scharfkantigen Linien und der von Cupra signierten «Haifisch-Nase» trägt sie ihr Erbe als urbane Kampfmaschine ohne Kompromisse zur Schau. Und vor allem eröffnet sie eine völlig neue Plattform bei Volkswagen, die berühmte MEB+. Damit ist diese spanische Kompakte nicht nur eine Neuheit: Sie ist ein Manifest.

Vom Konzept UrbanRebel zur Geburt einer Ikone

Das Abenteuer beginnt im September 2021. Cupra präsentiert damals das Konzept UrbanRebel, einen 100 % elektrischen Rennwagen-Showcar, der ankündigt, worum es geht: Die katalanische Marke will ihr eigenes Stadtauto, und sie will es temperamentvoll. Im Sommer 2022 liftet eine züchtigere Straßenversion des Konzepts den Schleier etwas. Warten Sie bis 2025, um einen getarnten Raval-Prototyp auf der Münchner IAA zu sehen, bevor die offizielle Weltpremiere im Frühjahr 2026 stattfindet.

Der Name Raval? Eine Hommage an das El Raval-Viertel in Barcelona: Ein bohemisches, kreatives, manchmal zweifelhaftes Gebiet, das perfekt zu der Identität passt, die Cupra beansprucht. Konsequent bis zum Ende montiert der Hersteller sein neues Flaggschiff in Martorell, Katalonien, im gleichen Werk, in dem der zukünftige Volkswagen ID. Polo produziert wird. Der Raval ebnet damit einer Familie von vier elektrischen Cousinen den Weg (Cupra Raval, VW ID. Polo, VW ID. Cross, Skoda Epiq), die alle bis Ende 2026 erwartet werden.

MEB+: Die Plattform, die die Spielregeln ändert

Hier schüttelt der Raval wirklich die VW-Gruppe durcheinander. Er ist das allererste Auto des Volkswagen-Konzerns, das die MEB+-Plattform eröffnet, eine Weiterentwicklung der MEB. Mehrere technische Neuheiten markieren einen Wendepunkt: Wechsel vom Heckantrieb zum Frontantrieb, was die Architektur kleiner Modelle vereinfacht, Einführung eines Elektromotors mit Permanentmagneten (der berühmte MSAP, genannt APP290), und Einsatz eines Wechselrichters mit Siliziumkarbid-Halbleitern für höhere Effizienz.

Bei der Batterie eröffnet der Raval auch die Cell-to-Pack-Architektur der PowerCo «Unified Batteries» und markiert die erste Verwendung der Chemie LFP (Lithium-Eisenphosphat) durch den VW-Konzern für seine Einstiegsmodelle. Nebenbei: Weg mit den Trommelbremsen hinten, her mit Scheibenbremsen. Kurz gesagt, der Raval ist ein echtes rollbendes Testfeld für die europäische Elektrifizierungsstrategie der Gruppe.

Vier Versionen, zwei Batterien, eine Geisteshaltung

Das Raval-Angebot wird sich um vier Varianten drehen: Raval (116 PS), V Plus (135 PS), V Endurance (211 PS) und VZ (226 PS, für veloz, «schnell» auf Spanisch). Die beiden ersten teilen sich eine LFP-Batterie mit 37 kWh Netto, für etwa 300 km WLTP-Reichweite. Die beiden stärkeren profitieren von einer NMC-Batterie mit 52 kWh Netto, mit bis zu 450 km Reichweite bei der V Endurance und etwa 400 km bei der VZ. Beim Laden erreichet man 11 kW AC und bis zu 105 kW Gleichstrom bei den NMC-Versionen, d.h. 10-80 % in 24 Minuten. Nichts, das gegenüber den besten Rivalinnen des B-Segments errötend aussieht.

VZ: Das katalanische Kampfgeschrei

Aber natürlich ist es die VZ, die den großen Auftritt macht: 290 Nm Drehmoment, 0 bis 100 km/h in etwa 7 Sekunden, auf 175 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit, 15 mm tiefergelegtes Fahrwerk, 10 mm breitere Spuren, DCC Sport-Aufhängung mit 15 Dämpfungsstufen, elektronisches Sperrdifferential und e-Launch-Funktion, die einen Rennstart mit Sound- und Lichtanimationen simuliert. Sicherheit kommt nicht zu kurz, mit Travel Assist 3.0, prädiktivem ACC, Front Traffic Alert, Emergency Assist und Matrix-LED-Scheinwerfern.

Schlüsselzahlen, Preise und katalanische Anekdoten

Mit 4,05 m Länge und 1,78 m Breite fügt sich der Raval perfekt zwischen den Renault 5 (3,92 m) und den Peugeot e-208 (4,05 m) ein. Mit 430 Liter Kofferraum erweist er sich als überraschend pragmatisch für einen Sportler. Preislich startet der Einstieg bei 25 990 € und steigt über 40 000 € für eine üppig ausgestattete VZ. Eine limitierte Auflage von 420 Exemplaren, signiert AVNIER (die Workwear-Marke von Orelsan und Sébastian Strappazzon), markiert sogar den französischen Marktstart: Der Raval ist auch ein Kulturobjekt. Das i-Tüpfelchen ist seine spanische Produktion und europäische Batterien, die ihn für französische Hilfen wie Coup de pouce CEE förderungsfähig machen.

Mehr über Cupra erfahren

Der Cupra Raval markiert eindeutig ein Vorher und Nachher für die katalanische Marke und das elektrische B-Segment. Wenn Sie das Universum dieser rebellischen Barcelonaerin und der gesamten Cupra-Palette vertiefen möchten, finden Sie auf Brochure Auto alle verfügbaren Cupra-Broschüren sowie die Cupra-Bedienungsanleitungen auf der Schwesterseite. So erfahren Sie alles, bevor Sie der kleinen Spanierin verfallen, die die Stadt aufmischen will.

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