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Hyundai Ioniq 3: Der elektrische Kleinwagen, der den Mégane E-Tech aufmischen will

21 April 2026 · 4 Min. Lesezeit
Hyundai Ioniq 3: Der elektrische Kleinwagen, der den Mégane E-Tech aufmischen will

Ein Neuankömmling, der nicht übersehen werden kann

Am 20. April 2026 lüftete Hyundai auf der Milan Design Week das Geheimnis um den Ioniq 3. Und um es gleich zu sagen: Die koreanische Marke hält sich nicht zurück. Dieser 100 % elektrische Kompaktwagen reiht sich zwischen dem Inster und dem Kona Electric in die Modellpalette ein und zielt auf ein hart umkämpftes europäisches Segment: das der erschwinglichen, modernen Kompaktfahrzeuge. Mit einer angegebenen WLTP-Reichweite von bis zu 496 km und einem erwarteten Einstiegspreis um 30.000 € hat der Ioniq 3 definitiv die Argumente, um einen Renault Mégane E-Tech oder einen Volkswagen ID.3 nervös zu machen.

Vom Concept Three zur Serienversion

Die Geschichte des Ioniq 3 beginnt offiziell im September 2025 auf der IAA in München, als Hyundai den Concept Three vorstellt. Dieser Show-Car in Metallic-Tönen deutet bereits die Optik der zukünftigen kompakten Limousine an. Sieben Monate später wird in Mailand die endgültige Version präsentiert. Während der Geist erhalten bleibt, wurde das futuristische Armaturenbrett des Konzepts durch eine konventionellere Gestaltung ersetzt, und die Karosserie wurde beruhigt, um industrielle Anforderungen zu erfüllen. Die Verbindung ist dennoch offensichtlich, besonders vorn und hinten.

Der Ioniq 3 markiert vor allem den Auftakt einer neuen Designsprache mit dem Namen „Art of Steel", die Kunst des Stahls. Inspiriert von der Reinheit und rohen Spannung der Stahlverarbeitung, äußert sich dieser Stil in kontrollierten Volumen und deutlicher optischer Wirkung. Die charakteristischen Pixel-Scheinwerfer der Ioniq-Serie sind vorhanden, ergänzt durch vier kleine zentrale leuchtende Quadrate, die den Buchstaben „H" im Morsecode bilden. Ein netter Augenzwinkerer.

Aero Hatch: Die Silhouette, die den Unterschied ausmacht

Hyundai hat einen Namen erfunden, um die Karosserie des Ioniq 3 zu beschreiben: Aero Hatch. Konkret handelt es sich um eine kompakte Fastback-Silhouette, die aerodynamische Effizienz privilegiert, ohne auf Raumangebot zu verzichten. Ergebnis: Ein Luftwiderstandsbeiwert Cx von etwa 0,26 nach Angaben des Herstellers, was den Koreaner unter die besten seiner Klasse einreiht.

Bei den Abmessungen bleibt es schlank: 4.155 mm lang, 1.800 mm breit, 1.505 mm hoch mit einem Radstand von 2.680 mm. Kürzer als ein Mégane E-Tech, aber mit identischem Radstand. Das Versprechen? Echte Fünf-Platz-Raumigkeit mit flachem Boden.

E-GMP-Plattform und wählbare Batterien

Unter der Karosserie basiert der Ioniq 3 auf der E-GMP-Plattform der Hyundai Motor Group in ihrer 400-Volt-Ausführung (nicht 800 Volt wie bei Ioniq 5 und 6, was schnellere Ladezeiten erklärt). Zwei Batterien sind im Programm: 42,2 kWh für die Standardversion mit angekündigter WLTP-Reichweite von über 344 km und 61 kWh für die Langstreckenversion mit bis zu 496 km WLTP.

Der Antrieb erfolgt durch einen Permanentmagnet-Synchronmotor auf der Vorderachse, der bis zu 107,8 kW (147 PS) und 250 Nm Drehmoment entwickelt. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 165 km/h begrenzt. Das Laden von 10 auf 80 % dauert auf DC-Schnellladern etwa 29 Minuten, und der Ioniq 3 akzeptiert bis zu 22 kW im Wechselstrom, was im Segment selten ist. Die V2L-Funktion (Vehicle-to-Load), praktisch zum Laden von Elektrogeräten, ist dabei.

An Bord: Pleos Connect betritt die Bühne

Der Ioniq 3 führt in Europa das neue Infotainment-System ein, genannt Pleos Connect. Basierend auf Android Automotive OS bietet es ein smartphoneähnliches Erlebnis mit eigenem App Market offen für Drittentwickler. Der zentrale Bildschirm misst je nach Ausstattung 12,9 oder 14,6 Zoll und wird durch ein kleines Instrumenten-Display ergänzt, das oben in der Nähe der Windschutzscheibe wie eine Head-Up-Anzeige positioniert ist. Das berühmte Dual-Screen-Layout von Hyundai weicht also einem neuen Ansatz.

Bei der Ausstattung bietet der Ioniq 3 die Hyundai SmartSense Suite mit Autobahnfahrassistent Level 2, ferngesteuerte Parkassistenz, 360°-Panorama-Ansicht... Zu beachten ist auch die Integration des digitalen Schlüssels und der Plug & Charge-Funktion, die das Leben an öffentlichen Ladesäulen erheblich vereinfacht.

Produktion in der Türkei und Start im Herbst 2026

Der Ioniq 3 wird im Werk İzmit in der Türkei montiert, was dem Koreaner ermöglichen sollte, für den französischen Umweltbonus berechtigt zu sein. Die Markteinführung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Elf Außenlackierungen sind zum Marktstart angekündigt mit Rädern von 16 bis 19 Zoll. Eine N Line-Variante mit schärferem Design wird von Anfang an die Palette erweitern.

Elf Farben, eine bewährte Plattform, ein hochmodernes Infotainment, ein Design, das seine Eigenständigkeit aussagt, und ein Preis, der offenbar gut positioniert ist: Hyundai scheint alle Zutaten in den Shaker gelegt zu haben, um das Ding zu drehen. Es bleibt abzuwarten, welche endgültigen Preise festgelegt werden, aber der Trick könnte durchaus funktionieren.

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