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Der Citroën 2CV in Broschüren: 42 Jahre eines Lebens auf Hochglanzpapier

12 avril 2026 · 4 Min. Lesezeit
Der Citroën 2CV in Broschüren: 42 Jahre eines Lebens auf Hochglanzpapier

Eine Citroën 2CV-Broschüre aufzuschlagen bedeutet, ein Stück Frankreich in den Händen zu halten. Ein Zeitfragment gedruckt auf Papier — manchmal dick und seidig, manchmal bescheiden wie das Auto selbst. Über zweiundvierzig Jahre Karriere hinweg, von 1948 bis 1990, produzierte die 2CV so viele Broschüren wie Versionen: fast utilitaristische Flugblätter aus den Anfangsjahren über farbenfrohe und einfallsreiche Kataloge der 1970er Jahre bis zu den eleganten zweifarbigen Dokumenten der Charleston. Jedes Dokument ist eine kleine Zeitkapsel. Und das Gesamte bildet eine der lebendigsten Papiersammlungen der französischen Automobilgeschichte.

Ein Auto, das zum Zeigen — und anders Verkaufen — geboren wurde

Als Pierre-Jules Boulanger die Toute Petite Voiture in den 1930er Jahren lanciert, denkt er noch nicht an Broschüren. Er denkt an Bauern in Holzschuhen, an zerstörte Straßen, an Eier, die nicht zerbrochen werden dürfen. Doch als die 2CV A am 7. Oktober 1948 auf dem Pariser Salon vorgestellt wird, muss Citroën schnell die ersten kommerziellen Dokumente für ein Auto zusammenstellen, das alle verwirrt — die Presse an erster Stelle.

Die Broschüren der Anfangszeit sind typisch für die Epoche: sachlich, fast streng, mit schwarzweißen oder zweifarbigen Illustrationen. Sie betonen die praktischen Qualitäten — Wirtschaftlichkeit, Robustheit, Erschwinglichkeit — und zeigen das Auto in seinen Anwendungen: auf dem Land, zum Liefern, beim Landarzt. Die 2CV ist noch kein Objekt der Begierde, sondern ein Werkzeug. Die Broschüren sagen dies offen, und das ist ihre ganze Ehre. Die Serienproduktion beginnt am 11. Juli 1949 im Werk Levallois-Perret mit einem luftgekühlten 375-cm³-Boxer und 9 PS — Zahlen, die die ersten Datenblätter ohne Beschämung zeigen.

Die 1960er-1970er Jahre: Die Deuche emanzipiert sich, die Broschüren auch

In den 1960er Jahren steigt der Hubraum auf 425 cm³ und die Leistung auf 18 PS. Das Sortiment strukturiert sich mit den Modellen AZA und AZAM. Die Broschüren werden umfangreicher: Farbe erscheint, leichte Inszenierungen, ein Auto, das der Jugend zuzulächeln beginnt. Die 2CV hört auf, ausschließlich rural zu sein, um zum Auto der Studenten, Künstler, freien Menschen zu werden.

Im Oktober 1969 kommen die 2CV 4 und 2CV 6. Die 2CV 6 leistet 29 PS aus ihrem 602-cm³-Boxer — und die Broschüren der Epoche spielen nun voll mit der Modernität: geometrische Typografien, leuchtende Farbhintergründe, ganzseitige Fotos. Die Deuche ist ohne Absicht trendy geworden, und ihre Geschäftsdokumente behaupten dies endlich.

Im April 1976 startet Citroën die 2CV Spot, die erste limitierte Serie der Marke: zweifarbige Karosserie in Weiß und Orange Ténéré, passende Ausstattung. Für diese Gelegenheit ein eigenes Faltblatt — selbstverständlich in den Farben des Autos gedruckt — legt den Grundstein für eine Praxis, die systematisch werden soll: Jede limitierte Serie hat nun sein eigenes Dokument, oft in kleinen Auflagen gedruckt, heute so begehrt wie das Auto selbst.

Tintin am Lenkrad — oder beinahe

Dies ist eines der köstlichsten Kapitel der Geschichte der Automobilbroschüren. 1988 führt Citroën eine umfangreiche Werbekampagne für die 2CV mit Tintin als Held durch. Vier Broschüren, echte achtseitige Comics im A4-Format, werden so produziert, mit Themen, die aus Tintins Universum vertraut sind: Schatzsuche, Schneemensch, der Mond… und vor allem Abenteuer.

Es ist Bob de Moor — langjähriger Mitarbeiter Hergés, gestorben 1983 — der diese Broschüren im reinen Klarlinienstil umsetzt. Citroën setzt eine besondere Einschränkung: die 2CV darf nie gezeichnet werden und muss ausschließlich fotografisch dargestellt werden. Das Ergebnis ist gelinde gesagt singular: Tintin, Milou, Kapitän Haddock und Professor Bienlein bewegen sich in vollständig gezeichneten Dekors… an Bord eines fotografierten Autos. Ein grafisches UFO, das nur zur 2CV gehört.

Diese Broschüren — darunter Die Abenteuer der 2CV und der verzauberten Höhle oder Die Abenteuer der 2CV und des Schneemenschen — sind heute Sammlerstücke in vollem Umfang, gesucht von Deuche-Enthusiasten wie von Sammlern aus Hergés Universum.

Die Charleston und das Ende einer Papierepoche

Die Charleston, im Oktober 1980 mit 8 000 Exemplaren in Delage-Schwarz und -Rot gestartet, ab 1982 in die Gamme integriert, hat die grafisch am meisten ausgearbeiteten Broschüren der gesamten Karriere des Modells. Ausgefeilte Zweifarbigkeit, qualitativ hochwertiges Papier, retro-inspiriertes Seitenlayout. Ein Dokument, das man wie ein Plakat betrachtet.

Am 27. Juli 1990 verließ die letzte 2CV das portugiesische Werk Mangualde — eine Charleston in Cormoran-Grau und Nocturne-Grau, begleitet von einer kleinen Blaskapelle. Mehr als 5,1 Millionen Exemplare produziert, und mehrere Dutzend unterschiedliche Broschüren über zweiundvierzig Jahre hinweg, zwischen Frankreich-Versionen, Export-Editionen und Faltblättern limitierter Serien.

Die Legende auf Brochure Auto blättern

Die Sammlung der 2CV-Broschüren ist die Geschichte eines Autos, erzählt von denen, die die — nicht so einfache — Aufgabe hatten, es in jeder Epoche zu verkaufen. Einschließlich Tintin am Lenkrad. Entdecken Sie alle auf Brochure Auto verfügbaren Citroën 2CV-Broschüren, die Tintin-Broschüren eingeschlossen, und erkunden Sie den gesamten Citroën-Katalog, um die Reise zu verlängern.

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