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Alfa Romeo Junior: Der Biscione erobert die Herzen Europas zurück

29 juin 2026 · 4 Min. Lesezeit
Alfa Romeo Junior: Der Biscione erobert die Herzen Europas zurück
© Alfa Romeo

Alfa Romeo hatte sich jahrelang keine kleine Wagen mehr geleistet, um durch die Straßen europäischer Städte zu gleiten. Seit der Einstellung der MiTo und der Giulietta hatte der Biscione das Segment B — das meistverkaufte des Kontinents — verlassen. Das gehört nun der Vergangenheit an: Mit dem Junior kehrt Alfa mit großem Getöse auf dieses strategische Terrain zurück und signiert im Vorbeigehen sein erstes reines Elektroauto. Besser noch: Es gibt ihn auch als Hybrid, ohne den geringsten Kompromiss. Präsentation einer Italienerin, die entschlossen ist, die Flamme neu zu entfachen.

Mailand einmal, Junior für immer

Es ist schwer, von diesem Auto zu sprechen, ohne seine Taufe zu erzählen, eine der abenteuerlichsten in der jüngeren Geschichte. Enthüllt am 10. April 2024 unter dem Namen Milano, wird es nur fünf Tage später in Junior umbenannt. Grund: Ein italienisches Gesetz verbietet, den Namen einer jenseitigen Stadt einem im Ausland hergestellten Produkt zu geben — doch die Schöne wird in Polen, in Tychy, auf der gleichen Basis wie der Jeep Avenger und der Fiat 600 montiert. Anstatt zu zögern, hat Alfa elegant entschieden und einen Namen reaktiviert, der seinen Fans am Herzen liegt: „Junior", ein Augenzwinkern an die Sportautos der 1960er-70er Jahre. Ein Sturm im Wasserglas, schnell vergessen, sobald das Auto auf die Straße kam.

Hybrid oder Elektro, ohne sich festlegen zu müssen

Das ist einer der großen Vorteile des Junior, wie Alfa selbst unterstreicht: Er ist einer der wenigen seiner Klasse, der eine doppelte Motorisierung, Hybrid und Elektro, ohne jegliche ästhetische oder Ausstattungsunterschiede bietet. Mit anderen Worten: Sie wählen Ihre Energie, nicht einen billigeren Stil.

Bei der Hybrid-Version beschleunigt der 1.2 Ibrida mit 145 PS (eDCT-Automatikgetriebe mit 6 Gängen) 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden bei Emissionen um 110 g/km CO₂ — und eine beispiellose Q4-Version mit Allradantrieb treibt die Sache voran. Bei der Elektroversion nutzt der Elettrica mit 156 PS eine 54-kWh-Batterie für eine Reichweite im Mischbetrieb von etwa 410 km (bis zu knapp 590 km im Stadtverkehrs-Zyklus). Und für Liebhaber von Fahrspaß beschleunigt die Version Veloce mit 280 PS 0 auf 100 km/h in nur 5,9 Sekunden: genug, um das sportliche Temperament der Marke wiederzuentdecken.

Ein Programm, das im Crescendo aufsteigt

Der Junior wird in fünf Ausstattungsvarianten angeboten, von der zugänglichsten bis zur radikalsten. Die Einstiegsversion Junior startet ab 30.500 €, gefolgt von Sprint, TI und Sport Speciale, die schrittweise die Ausstattung erweitern: adaptive LED-Matrixscheinwerfer, digitales Kombiinstrument, Navigation, halbautonome Fahrassistenten, Alcantara-Polsterung… An der Spitze thront die Veloce, ab 46.900 €, eine wahre Konzentration von Sportlichkeit mit ihrem abgesenktem Fahrwerk, selbstsperrendem Torsen-Differential, roten Brembo-Sätteln und 20-Zoll-Felgen. Die gesamte Palette teilt sich eine hervorragende serienmäßige Technologieausstattung: Ein digitales Kombiinstrument mit 10,25" namens „Cannochiale", Touchscreen, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, sechs Airbags und DNA-Fahrmodi-Wahlschalter.

Italienisches Flair bis ins kleinste Detail

Denn da unterscheidet sich der Junior von seinen technischen Cousins: in der Emotion. Die Motorhaube trägt das berühmte Scudetto, den dreieckigen Schild, das Erkennungszeichen von Alfa, und sogar die Lackierungen spielen die transalpine Karte mit Namen, die nach Italien duften: Rosso Brera, Blu Navigli, Grigio Arese, Avorio Scala, Bianco Sempione… Eine echte Reise nach Mailand nur bei der Farbwahl. Die Marke treibt die Innovation sogar so weit, jeden Junior mit einem digitalen NFT-Zertifikat auszustatten, eine Art fälschungssicheres Wartungsheft, das den Wiederverkaufswert bewahren soll. Das Ganze in einem kompakten Format von 4,17 m, mit einem Kofferraum von bis zu 415 Litern — genug, um täglich zu leben, ohne etwas von der Leidenschaft aufzugeben.

Das Spiel um Volumen, auf Alfa-Art

Mit dem Junior versucht Alfa Romeo nicht nur, einige Puristen zu verführen: Die Marke zielt auf das große europäische Publikum, auf das Segment, das die Fabriken in Gang hält. Das Spiel ist clever — einen zugänglichen und begehrten Einstiegspunkt in die Welt des Biscione anzubieten, ohne seinen sportlichen ADN und seinen Sinn für Stil zu verwässern. Nun bleibt abzuwarten, ob es gelingt, eine von überall umworbene Kundschaft zu überzeugen. Doch mit seinem einzigartigen Hybrid-oder-Elektro-Angebot, seiner übervitaminierten Veloce und seinem zusätzlichen italienischen Seelenzusatz hat das kleine Alfa ernsthafte Argumente. Möchten Sie mehr erfahren? Finden Sie alle Broschüren des Alfa Romeo Junior zum kostenlosen Ansehen und Herunterladen auf Brochure Auto.

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Quellen
  • Brochure officielle Alfa Romeo Junior (tarifs & caractéristiques)
  • https://en.wikipedia.org/wiki/Alfa_Romeo_Junior_(2024)
  • https://www.media.stellantis.com/em-en/alfa-romeo/press/alfa-romeo-milano-name-is-not-ok-alfa-romeo-junior-then
  • https://www.topgear.com/car-news/electric/alfa-romeo-milano-no-more-its-now-called-alfa-romeo-junior
  • https://www.media.stellantis.com/em-en/alfa-romeo/press/alfa-romeo-junior-my26-orders-now-open-for-redesigned-line-up
  • https://www.media.stellantis.com/uk-en/alfa-romeo/press/alfa-romeo-junior-veloce-now-open-for-orders-as-brand-confirms-hybrid-version-to-come-to-the-uk
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