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Fiat Grande Panda: die Rückkehr einer transalpinen Legende

3 avril 2026 · 4 Min. Lesezeit
Fiat Grande Panda: die Rückkehr einer transalpinen Legende

Ein kleines Auto aus einer großen Idee

Es gibt Namen, die nicht nur einem Auto gehören. Der Panda ist eine Lebenseinstellung, eine Lebensart, fast eine nationale Figur in Italien. Fünfundvierzig Jahre nach seiner Geburt taucht er erneut in Form eines muskulösen, elektrifizierten und entschieden ehrgeizigen Grande Panda auf. Ein kleiner Rückblick auf die Geschichte eines Stadtautos, das mehr als 7,8 Millionen Exemplare verkauft hat, ohne jemals etwas anderes vorzutäuschen.

Alles beginnt 1976, als Carlo De Benedetti, damals Präsident von Fiat, Giorgetto Giugiaro – denselben Mann, der gerade den Volkswagen Golf gezeichnet hat – beauftragt, ein einfaches, robustes und erschwingliches Auto zu entwerfen. Die Leitidee: ein Renault 4 auf italienische Art. Giugiaro fasst seine Philosophie in einem Satz zusammen: „Der Panda ist wie eine Jeans: einfach, praktisch, ohne Schnickschnack."

Am 29. Februar 1980 präsentiert Giovanni Agnelli den Panda offiziell dem italienischen Präsidenten Sandro Pertini, der vom Platzangebot eines so kleinen Fahrzeugs überrascht ist. Wenige Tage später, am 5. März, feiert das Auto sein Debüt vor der internationalen Presse beim Genfer Autosalon. Sein Name? Entlehnt von Empanda, einer römischen Göttin, die Reisende beschützt. Seine Länge? Nur 3,38 Meter, mit allen flachen Karosseriepaneelen – einschließlich der Windschutzscheibe – und einem Motor aus dem Fiat 127.

Der Erfolg ist sofort da: Innerhalb von zwei Monaten registriert Fiat mehr als 70 000 Bestellungen. Bereits 1981 belegt der Panda den zweiten Platz beim Auto des Jahres in Europa, nur knapp hinter dem Ford Escort Mk III. Ein glanzvoller Start für ein Auto, das Jahrzehnte überdauern sollte.

Vier Generationen, eine DNA

Die erste Generation hält sich 23 Jahre lang auf der Straße, bis 2003, mit 5 550 938 produzierten Exemplaren. Eine kleine Anekdote am Rande: Der Nachfolger sollte ursprünglich Gingo heißen, aber Renault lehnte dies ab, weil der Name zu sehr dem seiner Twingo ähnelte. Der Newcomer trägt daher wieder den Namen seiner Urgroßmutter.

Diese zweite Generation (2003–2011), entworfen von Bertone, gewinnt 2004 den Titel Auto des Jahres in Europa. Die dritte Generation debütiert im September 2011 auf der Frankfurter Automesse und kommt im März 2012 in die Ausstellungsräume. Entwickelt im hauseigenen Centro Stile Fiat unter der Leitung von Roberto Giolito, wird sie heute noch unter dem Namen Panda Classic vermarktet, mit 125 000 Verkäufen in Europa 2023, was sie zum 25. meistverkauften Auto aller Kategorien macht. Nicht schlecht für ein Modell, das unter Sarkozy auf den Markt kam.

Aber die echte Überraschung ist, dass diese beiden Autos nun nebeneinander im Katalog existieren. Der Panda Classic setzt seine Karriere fort, während die vierte Generation – der Grande Panda – die Fackel mit großen Ambitionen übernimmt.

Der Grande Panda: größer, grüner, vernetzter

Enthüllt am 11. Juli 2024, dem Tag des 125. Jahrestags von Fiat, präsentiert der Grande Panda eine neue Designsprache für die Marke. Und die italienischen Designer haben bei den Anspielungen nicht gespart: schwarze Kunststoff-Radläufe, „Panda"-Schriftzüge in den Türen geprägt, vertikale Heckleuchten wie beim Original von 1980, Fiat-Logo zur Seite versetzt… Retro-Futurismus, darin ist Fiat zum Experten geworden.

Technisch basiert der Grande Panda auf der Smart-Car-Plattform von Stellantis, die er sich mit dem vierten Generationen Citroën C3 teilt. Er misst 3,99 Meter, etwa 30 Zentimeter mehr als der vorherige Panda, und wechselt deutlich vom Segment A zum Segment B. Er wird im Stellantis-Werk Kragujevac in Serbien montiert.

Die Palette besteht aus zwei Motorisierungen: ein 1.2-Liter-Dreizylinder PureTech Hybrid mit 100 PS und automatischem e-DCS6-Getriebe sowie eine rein elektrische Version mit einem 113-PS-Motor, gespeist durch einen 44-kWh-LFP-Akku mit einer Reichweite von 320 km nach WLTP-Zyklus. Die Preise beginnen bei 17 900 € im Hybrid und 24 900 € im Elektro, ohne Umweltbonus.

Zahlen, Rekorde und mysteriöse Insel

Ein paar Zahlen, die schwindlig machen: Addiert man alle Generationen zusammen, übersteigt die Panda-Produktion 7,8 Millionen Exemplare, davon etwa 4,5 Millionen nur für die erste Generation.

Und dann ist da Pantelleria. Diese kleine italienische Insel vor der Küste Siziliens, auf der mehr als 80 % der im Umlauf befindlichen Autos Fiat Panda sind – die höchste Panda-Dichte der Welt. Ein ebenso absurder wie wunderschöner Rekord.

Zu beachten ist auch, dass der erste Panda 4×4 – 1983 mit einem von dem Österreicher Steyr-Puch entwickelten Allradantrieb eingeführt – bei seinem Debut unter europäischen Herstellern keine Konkurrenz hatte. Eine kleine Revolution im allgemeinen Desinteresse.

Der Panda, immer noch stark

Der Grande Panda ist nicht einfach nur ein neues Auto: Er ist Fiats Versuch, sein populäres Erbe mit den Anforderungen einer modernen Mobilität zu versöhnen. Die Formel ist vertraut – einfach, erschwinglich, funktional – aber gekleidet in eine Karosserie, die zitiert, ohne zu kopieren, und eine Batterie, die in die Zukunft blickt.

Möchten Sie den Grande Panda gründlich erforschen, bevor Sie zum Händler gehen? Finden Sie die offiziellen Broschüren des Fiat Grande Panda sowie die des Fiat Panda Classic auf Brochure Auto. Und um alles über die tägliche Nutzung zu erfahren, ist die Betriebsanleitung des Fiat Grande Panda ebenfalls online verfügbar.

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