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Omoda & Jaecoo landen in Frankreich: Die Chery-Gruppe stürmt ins Hexagon

14 avril 2026 · 4 Min. Lesezeit
Omoda & Jaecoo landen in Frankreich: Die Chery-Gruppe stürmt ins Hexagon

Jean Reno in vorderster Linie

Wenn ein chinesischer Autohersteller Jean Reno als Botschafter für seinen Start in Frankreich wählt, ist die Botschaft klar: man kommt nicht als Tourist. Der Konzern Chery, ein verkannter Riese der weltweiten Automobilindustrie, steht kurz davor, im Frühjahr 2026 auf den französischen Markt zu kommen, bewaffnet mit zwei Schwestermarken, Omoda und Jaecoo. Zwei Namen, die französischen Ohren noch wenig vertraut klingen, aber bereits 64 Märkte weltweit erobert haben. Ein Einstieg, der es verdient, näher betrachtet zu werden.

Chery, der diskrete Riese aus Wuhu

Hinter Omoda und Jaecoo steht der Konzern Chery, gegründet im März 1997 in Wuhu in der Provinz Anhui durch eine Gruppe chinesischer Funktionäre. Als Staatsunternehmen von Beginn an, startete Chery die Fahrzeugproduktion im Dezember 1999 und exportierte seine ersten Autos bereits 2001, Ziel Syrien. Eine internationale Ambition, die von Anfang an in der DNA des Konzerns verankert ist.

Seither ist der zurückgelegte Weg beeindruckend. Mit 2,8 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2025, davon 1,3 Millionen außerhalb Chinas, beansprucht der Konzern den Status des führenden chinesischen Automobilexporteurs seit mehr als zwanzig aufeinanderfolgenden Jahren. Eine Erfolgsbilanz, die ihm einen Platz in der Fortune Global 500 beschert, mit einem Umsatz von 59,7 Milliarden Dollar. Hier sprechen wir von einem Akteur, der mindestens so solide ist wie viele europäische Hersteller — einfach nur deutlich weniger sichtbar in unseren Straßen.

Omoda & Jaecoo, geboren für den Export

Die Marke Omoda & Jaecoo ist jung — gegründet im April 2023 genau, um die internationale Offensive zu steuern. Zwei Produktlinien, ein Geist: die ganze Welt mit elektrifiziertem SUV und Crossovern verführen, die für Märkte außerhalb Chinas entwickelt wurden.

Die Omoda verkörpern die urbane Crossover-Seite der Palette: fließende Linien, sorgfältige Verarbeitung, moderner und technologischer Innenraum. Die Jaecoo spielen die Karte des robusteren SUV, im Herzen Abenteurer, ohne Komfort zu opfern. Beide Linien teilen eine moderne Architektur und die gleichen Qualitätsansprüche — ein Rezept, das bereits über 800 000 Käufer weltweit seit ihrer Gründung angezogen hat, davon 200 000 in Europa seit 2024.

Um diesen Fortschritt auf dem Alten Kontinent zu unterstützen, investierte Chery 100 Millionen Euro 2024, um das ehemalige Nissan-Werk in Barcelona zu erneuern, in Partnerschaft mit Ebro-EV Motors. Eine Maßnahme, die nicht unbedeutend ist, besonders hinsichtlich der Förderberechtigungsregeln. Der Konzern verfügt zudem seit 2018 über ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Raunheim, Deutschland — Beweis, dass die europäische Verankerung keine bloße Gelegenheitspose ist.

Die Palette für Frankreich: zunächst Hybrid

Für seinen französischen Marktstart setzt Omoda & Jaecoo auf vier elektrifizierte Modelle, alle mit der hauseigenen Technologie SHS (Super Hybrid System) ausgestattet, erhältlich als einfacher Hybrid (SHS-H) oder aufladbarer Hybrid (SHS-P).

Bei Jaecoo: der Jaecoo 5, kompakter B-SUV von 4,4 Metern in Hybrid-Version ab 26 990 Euro, und der Jaecoo 7, C-SUV von 4,5 Metern erhältlich als Hybrid (ab 29 990 €) und aufladbarer Hybrid (ab 35 990 €). Bei Omoda: der Omoda 7, aufladbarer C-SUV von 4,66 Metern, und der große Omoda 9, D-SUV von 4,77 Metern ab 49 990 Euro, mit seinem 537 PS starken Antriebsstrang und einer angekündigten Elektroreichweite von bis zu 145 Kilometern im aufladbaren Modus.

Hanbang Yu, Geschäftsführer von Omoda & Jaecoo Frankreich, fasst die Philosophie des Konzerns in eine Formel zusammen, die Konkurrenten wohl zum Nachdenken bringen wird: „Wir sind davon überzeugt, dass der Hybrid der neue Verbrennungsmotor ist, und der aufladbare Hybrid der neue Hybrid."

70 Vertriebsstellen, 10 000 Fahrzeuge und Jean Reno

Für ihre Anfänge im Hexagon hat die Pariser Filiale von Omoda & Jaecoo Großes vor: 70 Verkaufspunkte beim Marktstart Frühjahr 2026, eine siebenjährige Garantie auf alle Modelle, Finanzierung ohne Eigenkapital über OMODA & JAECOO Finance — in Partnerschaft mit CGI (Groupe Société Générale) — ab 299 Euro monatlich, und ein Langzeit-Mietangebot, das mit Ayvens für Profis entwickelt wurde.

Das angestrebte Ziel für 2026? Zehntausend Neuzulassungen. Eine ehrgeizige aber nicht unrealistische Zahl für eine Marke, die sich seit ihrer Gründung 2023 in 64 globalen Märkten niedergelassen hat und bereits 135 000 Verkäufe in Europa nur für das Jahr 2025 beansprucht. In Großbritannien führte der Jaecoo 7 2025 übrigens die Verkaufslisten bei Privatpersonen an — eine aussagekräftige Referenz.

Und damit ja niemand das Ereignis verpasst, ist es Jean Reno — Léon, der Profi, einer der weltweit anerkannte französischen Schauspieler — der sein Bild für den französischen Markteintritt der Marke zur Verfügung stellt. Diskretion, wirklich nicht für Omoda & Jaecoo.

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