Alpine A390: der elektrische Fastback-Sportwagen, der Dieppe neu erfindet

Es gab eine Zeit, in der der Name Alpine vor allem kleine blaue Berlinetten hervorrief, leicht wie Federn und gefürchtet in den Bergen. Die Marke aus Dieppe ist seitdem weit gewachsen, ohne diesen Geist je zu verleugnen. Der Beweis liegt im A390, einem unklassifizierbaren Automobil: ein „Sport-Fastback" mit fünf Sitzen, 100 % elektrisch, und vor allem der erste Alpine mit Allradantrieb. Eine kleine Revolution für eine Marke, die Leichtigkeit und Agilität zur Religion erhoben hat.
Dieppe geht elektrisch, ohne sein DNA zu verleugnen
Man kann vom A390 nicht sprechen, ohne ein Wort über seine Heimat zu verlieren. Das Auto wird in Dieppe montiert, in der Manufacture Alpine Jean Rédélé — der gleiche Produktionshall, in dem der A110 entsteht. Ein Detail voller Bedeutung: Alpine hat seine Neuheit nicht an eine anonyme Fabrik vergeben, sondern sie direkt in die Kontinuität seiner Geschichte eingeordnet. Und was für eine Geschichte: Sieg bei der Rallye Monte-Carlo bereits 1971 mit dem Berlinetta A110, erster Rallye-Weltmeistertitel 1973, Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans 1978 mit dem A442B, dann triumphale Rückkehr in die Formel 1™ und Ausdauersport in den 2020er Jahren.
Dieses Rennenerbe beansprucht der A390 laut und deutlich. Er greift die Philosophie auf — die berühmte „Leichtigkeit", die dem Haus teuer ist — und die visuellen Codes mit seinen charakteristischen Farbtönen und der kleinen französischen Flagge, die stolz auf dem hinteren Posten sitzt. Eine Art zu behaupten, dass ein elektrischer Alpine vor allem ein Alpine bleibt.
Drei Motoren und vier angetriebene Räder: eine Weltpremiere
Hier verlässt der A390 wirklich ausgetretene Pfade. Unter der Karosserie verbirgt sich eine neuartige Architektur mit drei Elektromotoren: einer vorne, zwei hinten. Diese Konfiguration ermöglicht Allradantrieb — eine Premiere bei Alpine — aber vor allem das Alpine Active Torque Vectoring, eine aktive Drehmomentverteilung rad für rad, die das Auto präzise und spielerisch in den Kurven hält, wie eine A110.
Zwei Versionen sind geplant. Der A390 GT leistet 400 PS (295 kW) und 661 Nm, genug für 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Darüber hinaus der A390 GTS, erwartet im Laufe von 2026, steigert die Leistung auf 470 PS (345 kW), 824 Nm und 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Zahlen einer echten Rennmaschine, geliefert von einem Alpine Sport-Chassis mit hydraulischen Anschlägen, Bremsen mit sechskolbigen Sätteln vorne und speziell entwickelten Michelin-Reifen. Die Gewichtsverteilung, quasi perfekt (49/51), verrät eine typisch hauseigene Obsession für Ausgewogenheit.
89 kWh und 555 km: der Sportwagen, der verreisen kann
Wo sich der A390 von vielen Sportwagen unterscheidet, ist seine bewusste Vielseitigkeit. Seine 89-kWh-Batterie bietet bis zu 555 km Reichweite nach WLTP, und seine Schnellladefähigkeit steigt bis zu 190 kW im Gleichstrom — genug, um das Wesentliche während einer Kaffeepause zurückzugewinnen. Er akzeptiert auch bidirektionales Laden (V2G und V2L, um das Haus oder Geräte mit Strom zu versorgen), eine Wärmepumpe und ein 22-kW-Ladegerät als Option.
Vor allem bleibt der A390 ein echter Fünfsitzer mit großzügigem Kofferraum: von 532 Litern bis 1.643 Litern bei umgeklappter Rückbank, mit Doppelboden als Zubehör. Anhängerkupplung, Dachträger, Skiträger: die Zubehörliste ist die einer anerkannten Familienkutsche. Ein Sportwagen, mit dem man wirklich ins Wochenende fährt, mit Skiern oder Fahrrädern auf dem Dach — der A110-Geist in der Alltagsversion.
Ein Piloten-Cockpit, ein Musikliebhaber-Salon
An Bord pflegt Alpine die Sportlichkeit, während die Technologie verstärkt wird. Das Feel@One-Cockpit stellt den Fahrer an die Schaltzentrale mit einem exklusiven Lenkrad inspiriert von der F1™, ausgestattet mit einem Overtake-Button, Launch Control und Fahrmodus-Wählern. Der neue Track-Modus und die Alpine Telemetrics-App zeichnen Rundenzeiten, seitliche G-Kräfte und Leistungsdaten auf, um auf der Rennstrecke Fortschritte zu erzielen. Dem Fahrer gegenüber eine vollständig digitale Schnittstelle und ein 12-Zoll-Zentraldisplay mit integriertem Google-System.
Die Raffinesse wird nicht vernachlässigt: Alpine Schalensitze von Sabelt® (mit Carbon-Schale optional), Zwei-Ton-Verkleidung mit Alcantara® und Nappa-Leder, anpassbare Umgebungsbeleuchtung, und vor allem ein Devialet®-Audiosystem mit 13 Lautsprechern, um jede Fahrt in einen Konzertsaal zu verwandeln. Sportlichkeit, ohne auf Komfort zu verzichten.
Vom Wind geformt, für die Ewigkeit gedacht
Stilistisch verkörpert der A390 eine schlanke Fastback-Silhouette, „vom Wind geformt", mit seiner Motorhaube-Klinge aus dem Motorsport und der Alpine-Lichtsignatur vorne und hinten. Sechs Farbtöne sind im Katalog enthalten, von Alpine Vision Blue bis Thunderstorm Matt Grey, und die Wahl liegt zwischen 20-Zoll Crystal oder 21-Zoll Snowflake geschmiedeten Felgen. Die Batterie ist 8 Jahre oder 160.000 km garantiert, und die Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen ist reichlich (32 Sicherheitssysteme, 360°-Kamera, Matrix-LED-Scheinwerfer).
Mit dem A390 gelingt Alpine ein schöner Coup: ein begehrenswertes und vielseitiges Elektrofahrzeug anzubieten, ohne einen Hauch seines Temperaments zu verlieren. Die Marke aus Dieppe beweist, dass man eine Legende elektrifizieren kann, ohne sie zu verraten — im Gegenteil, indem man sie in ein neues Kapitel treibt. Möchten Sie mehr erfahren? Finden Sie alle Broschüren des Alpine A390 zum kostenlosen Ansehen und Herunterladen auf Brochure Auto.
Galerie
© Alpine
- Brochure officielle Alpine A390 (caractéristiques, motorisations, équipements)
- https://en.wikipedia.org/wiki/Alpine_A390
- https://www.alpinecars.com/fr/
- https://media.alpinecars.com/alpine-a390-the-brands-new-sport-fastback-available-to-order-from-4-november-2025/?lang=eng
- https://www.renaultgroup.com/en/magazine/our-group-news/a-new-innovation-packed-electric-powertrain-for-alpine-a390/


